Sunday, November 8, 2009

Nerea, Oma Schäferhündin

Hier ist unsere Nerea oder wie Anjo und Bob sie manchmal nennen: Mrs Grumpy.
Nerea ist ein typischer Deutscher Schäferhund: sie ist glücklich, wenn sie nah bei den Menschen sein darf und fühlt sich verantwortlich für deren Wohlergehen.Laut dem Tierarzt ist sie sechs Jahre alt aber wir denken, dass sie 2 – 3 Jahre älter ist.
Die arme Hündin wurde im August 2008 anonym an der Perrera (Tötungsstation) angebunden zurückgelassen und sie war todunglücklich, weil ihr alter Besitzer sie im Stich gelassen hat.In jüngster Vergangenheit muss sie noch Babies gehabt haben und vermutlich nicht das erste mal. Wahrscheinlich wurde sie als Gebärmaschine benutzt und jetzt hat sie ihre Schuldigkeit getan und sollte getötet werden.
Anjo und Bob konnten das nicht zulassen und so lebt sie jetzt mit anderen Hunden in deren Haus auf einer Pflegestelle. Leider kann Nerea aber dort nicht bleiben, denn bei Anjo und Bob leben schon einige Hunde und die beiden retten Hunde immer wieder aus der Perrera, um ihnen die Chance zu geben, liebe Menschen zu finden.
Nerea musste gleich nach ihrer Aufnahme in der Pflegestelle operiert werden, denn sie hatte mehrere Mamatumoren, die so weitläufig verstreut waren, dass die Wunde nach Entfernen des Tumors mit 50 Stichen vernäht werden musste. Zum Glück waren es gutartige (benigne) Tumoren, die zwar wiederkommen können, aber nicht lebensbedrohlich waren.
Inzwischen hat sich Nerea von der Operation gut erholt und könnte auch vermittelt werden.
Eine Sache möchten wir aber auch nicht verschweigen: Nerea hat Hüftdysplasie (HD) und steht deshalb auch manchmal „wackelig“ da. Das wird im Alter auch immer schlimmer werden und wir suchen auf jeden Fall ein ebenerdiges Zuhause mit Garten für sie, denn irgendwann werden Treppen ein unüberwindbare Hürde für sie werden.
Nerea ist vom Charakter her sehr standhaft und stark. Sie würde immer zu „ihren“ Menschen halten und durch „Dick und Dünn“ mit ihnen gehen. Sie ist ein sehr gehorsamer, vorausschauender Hund, die sich auch mit anderen Hunden gut versteht, wenn diese sozial und souverän ihr gegenüber sind. Allerdings möchte sie schon gerne die schon die Nummer Eins sein und deshalb kann es zu Rangstreitereien mit dominanten Hündinnen kommen. Es gab aber noch nie ernsthafte Beißereien oder Verletzungen.
Mit Katzen geht sie leider nicht so toll um, die jagt sie liebend gerne. Im Haus bei Anjo leben auch Katzen, die aber an Hunde gewöhnt sind und deshalb absolut wissen, wie sie sich solchen Hunden zu verhalten haben.Wir würden es begrüßen, Nerea eher nicht in einen Katzenhaushalt zu vermitteln.
Mit älteren Kindern dagegen hat Nerea keinerlei Probleme und man könnte sie bestimmt auch in eine Familie vermitteln.
Wir suchen für Nerea Menschen, denen es nichts ausmacht, dass sie eine Großmutter ist, die nicht mehr allzu lange Spaziergänge machen möchte. Am liebsten würde Nerea den ganzen Tag im Haus und Garten verbringen und höchstens kleinere Runden drehen.Wenn man Nerea hilft, kommt sie auch gut ins Auto und sie liebt Ausflugsfahrten, bei denen sie neugierig die Welt um sie herum anschauen darf.
Wer gibt unserer Oma Nerea eine Chance?



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